Freitag, 29. Juli 2011

Beijing Teil 3 - Sommerpalsast und Olympia

Die Chinesen, was für ein Volk... Immerhin haben wir jetzt tatsächlich ein paar Chinesen getroffen, die doch wenigstens Bruchstücke verstehen... Drängeln tun sie aber alle, egal wo, und Anstellen kennen sie ja sowie so nicht, weder am Klo, noch sonst wo... Da muss man sich wirklich erst 'dran gewöhnen und gelassener werden.

Apropro Klo, die meisten Chinesinnen wählen tatsächlich lieber das Plumpsklo, wenn sie die Wahl haben und Nina kann das langsam auch verstehen: Da muss man nämlich nur die Hosen hochheben, zusammenhalten und sich hinhocken. Dann muss man nämlich nicht ständig aufpassen, dass weder Höschen noch Hose das Klo in irgendeiner Weise berühren, was ganz schön eklig sein kann... Und 'mal ehrlich Mädels, wir setzen uns in öffentlichen Toiletten doch eh nie auf die Brille, sondern hocken uns 'drüber, oder? ;-) Wenn hier überhaupt 'mal Brillen vorhanden wären... Was man nicht alles so beobachten kann, während man brav zum Klo ansteht und ständig überholt wird, bis man schließlich mitmacht, oder? ;-)

So, genug der Social Studies: gestern haben wir, nach einem verzweifelten Morgen im Hostel, mit einem Regen, den wir aus Deutschland so keinesfalls kennen, und KEINEM Internet, uns dann doch gegen Mittag endlich zum Sommerpalast aufmachen können. Eigentlich sollte ja, wie auch schon am Tag zuvor, endlich die Verbotene Stadt 'dran sein, aber angesichts der Uhrzeit, blieb uns nichts anderes mehr übrig. Unsere Entscheidung aber entpuppte sich als goldrichtig: der Park ist riesengroß, es gibt viele wunderschöne Gebäude zu erkunden und nebenbei lernt man sogar noch etwas über die chinesische Kultur. Viele Chinesen nämlich wählen den Park mit dem großen See als Ausflugsziel mit der ganzen Familie: alte sowie junge Menschen treffen sich, um sich ihre Zeit mit eigenartigen doch interessanten Brettspielen zu vertreiben, zu singen, zu tanzen, oder um einfach nur gemütlich im Schatten zu sitzen während sie lustige kleine Tierchen stricken, die sie dann zum Verkauf anbieten. Natürlich gibt es auch aufdringliche Händler, wie anscheinend an allen Stellen in Asien, die von Touristen besucht werden. Das schönste Gebäude, das ihr auch auf einem der Fotos sehen könnt, steht ganz oben auf einem Hügel, das hieß dann natürlich Unmengen von Treppen zu erklimmen. Die Aussicht von dort oben war dafür aber wunderschön. Abgesehen davon durften wir noch eine Vorführung vierer Chinesinnen bestaunen, die immer wieder anders verkleidet auf der Bühne erschienen und entweder selbst Musik machten oder tanzten. Es gibt auch viele kleine verwinkelte Gärten mit kleineren Seen und viiiiiiielen Libellen in allen möglichen Farben. Die fliegen hier tatsächlich überall umher, ob nun Wasser in der näheren Umgebung ist oder nicht. Es gibt auch eine Geschäftsstraße, eine Ebene tiefer als der restliche Park, für die man extra bezahlen muss. Die Fotos und der Ausblick sind sehr schön, wenn wir uns auch traditionelleres Verkaufsgut und vielleicht auch Handwerksvorführungen mehr gewünscht hätten, als diesen immer gleichen Klimmbimm, der überall hartnäckig angeboten wird... Na ja, mit irgendetwas müssen ja die 15.000.000 – 20.000.000 Einwohner Beijings (!) ihren Unterhalt verdienen...

Nach einem sehr aufregenden sowie gleichermaßen interessanten Nachmittag im Sommerpalast haben wir uns dann auf den Weg zum Olympiastadion gemacht. Wie übrigens an jeder Metro-Station, wurden auch hier unsere Rucksäcke von Staatsbediensteten auf gefährliche Gegenstände gescannt. Hier haben wir dann den restlichen Abend verbracht. Das „Bird's Nest“, wie es hier von Einheimischen genannt wird, wirkt am Tag wie auch in der Nacht sehr imposant. Ebenso „the Water Cube“, die Schwimmhalle, die, wie auch das Stadion, extra für die Olympischen Spiele gebaut wurde. Beide werden jetzt aber so gut wie nicht mehr genutzt und haben leider eine Menge ihres Charmes der Spiele verloren. Das mag auch an den unheimlich großen Plätzen vor den Stadien liegen, auf denen sich sogar die riesigen Mengen von Touristen verlaufen: ungelogen, vom einen kann man das andere Ende nur erahnen... Nebenan ist noch ein großes Shopping Centre, in dem wir auch unser Abendessen gekauft haben. Das haben wir dann aber wieder mit nach draußen aufs Stadion-Gelände genommen. Da ist abends eine Menge los... Auch hier sind natürlich überall Händler anzutreffen, die vorzugsweise Eis, Wasser, Drachen oder Spielzeuge verkaufen möchten. Abends ändert sich ihr Sortiment dann schlagartig zu Leucht-Dingern und leider auch Lasern, so haben wir uns lieber 'mal schnell vom Acker gemacht... Man weiß ja nie, wie gefährlich chinesische Laser so für Augen werden können... Die sind ja bestimmt nicht zum Spaß in der EU verboten, oder?

Auf dem Weg zurück zum Hostel mussten wir dann leider feststellen, dass „unser“ Supermarkt schon zu hatte, so musste Stefan seine Verhandlungskünste beim Besitzer einer kleinen Bude anwenden, um uns das nötige Wasser für heute beschaffen zu können... Und das haben wir heute auch dringend gebraucht, auf einem der sieben alten Weltwunder... Aber dazu mehr im nächsten Eintrag. Freut euch jedenfalls schon jetzt auf traumhafte Aussichten, wahnsinnig imposante Türme und eine Menge Schweiß...

Bis morgen dann!
Liebe Grüße
Stefan und Nina



















Kommentare:

  1. Ach, solange der Laser noch kein Streichholz anzünden kann - völlig ungefährlich.

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  2. Meine Lieben,
    im Gegensatz zu gewissen Weltenbummlern habe ich in den letzten drei Tagen meine (gefühlt) tausend Büsche und Bäume beschnitten..........
    Was soll man auch sonst im Urlaub machen??? Achja, man kann durch die Welt schippern....... grrrrr
    Obwohl, achneee, mir geht es hier ja auch gut. Ich brauche kein Wasser kaufen, keine Treppen steigen und keine Olympiastadien besichtigen. Außerdem habe ich meine Hundis hier, die übrigens NICHT grüßen lassen, NICHT solange ihr in China seid.
    Wo geht es danach hin??? Das muß ich ja schließlich erklären können, was das dann wieder für ein Land ist........
    Ich hoffe sehr, euch geht es gut, obwohl ihr in China seid. Die Fotos sind ja ganz hübsch... nuja. Ist eben China...... bäh
    Liebe Grüße
    Bettina St.

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