Mittwoch, 24. August 2011

Gili Air - 4 weitere Tage im Paradies


Hallo liebe Leser,


so, die zweite GiliStation unserer Reise. :-) Noch ein Paradies, wenn auch ein Stückchen kleiner als Gili Trawangan, aber dafür weniger touristisch... :-) Was ja einerseits ganz schön ist, schließlich können Touristen auch anstrengend sein... ;-) Andererseits aber bedeutet das natürlich auch weniger Anähmlichkeiten: Auf Gili Air gibt es so zum Beispiel gar keinen Geldautomaten! Krass, oder? Man kann sich zwar darauf einstellen und einfach mehr Geld mitnehmen, aber irgendwie ist das doch ein eigenartiger Gedanke. Bis vor kurzem gab es ja auch keinen auf Gili Trawangan, jetzt gibt es mindestens fünf, von denen aber gleich zwei mehrere Tage hintereinander leer waren... Tja, der  Indo-Faktor... ;-)
Gili Air ist also die Lombok zugewandte der drei Inseln. Wie schon gesagt, ist sie wesentlich weniger von Touristen besucht, was auch dazu führt, dass es weniger günstige Unterkünfte für Kurzentschlossene wie uns gibt. Wir hatten ganz schön Glück und haben einen Bambus-/Holzbungalow für 150.000 RP inklusive Frühstück finden können. Der lag auch nur drei Minuten zu Fuß vom Strand und den Dream Divers entfernt, was natürlich sehr praktisch ist.
Bei unserer Unterkunftssuche ist uns auch gleich der erste Drache über den Weg gelaufen: Eine Art Riesenvaran, der stark an die auf Komodo erinnert, selbst bloß nicht gaaaanz so riesig ist... Leider war der kleine Drache aber genauso schnell verschwunden wie er erschienen ist... Dafür haben wir aber in der Nähe des Dream Diver Pools noch so einen getroffen, der gleich für ein Foto herhalten musste. 
Nachdem wir uns vorgestellt und die ganzen Formulare zum zweiten Mal ausgefüllt hatten, haben wir uns dann in einen Strandpavillion eines Restaurants verzogen und dort den ganzen Mittag, Nachmittag und sogar Abend verbracht. :-) Mit leckeren Cocktails zur Happy Hour, richtig gutem Naan Brot, einem Fischspieß und einer Pizza... Hmmmm, lecker!!! Und wieder super günstig. :-) 
Am nächsten Morgen sind wir dann also, nach einem leckeren Pancake-Frühstück, tauchen gegangen. Leider war der Tauchgang aber nicht so schön, weil sich die Strömung ein bisschen gedreht hat, sodass wir die meiste Zeit dagegen schwimmen mussten. Sie war zwar nicht sonderlich stark, aber auf die Dauer merkt man schon, dass man sich mehr anstrengen muss als sonst. Astrid, die Cheffin, die auch gerade da ist und die wir schon auf Trawangan kennen gelernt hatten, hat uns dann nachher erklärt, dass man vom Boot aus natürlich nur bis zu einer gewissen Tiefe bestimmen kann, wohin die Strömung geht, ein paar Meter darunter kann es aber schon wieder ganz anders aussehen... 
Eigentlich ist es hier auf den Gilis anscheinend auch völlig egal, wo man auftaucht, weil die Dive Master und Instructors alle Bojen dabei haben, die einerseits dazu dienen, fremde Boote zu warnen sowie die Taucher zu schützen, andererseits aber auch eingesetzt werden, damit dich dein Boot wieder einsammeln kommt, cool oder? :-) Das kannten wir ja so noch gar nicht, bisher mussten wir immer zum Boot zurückfinden, nicht andersherum... Aber mit den Strömungen hier kann man das ja nur begrenzt planen, da ist es so schon einfacher. 
Nach dem Tauchgang haben wir uns wieder in den Strandpavillion zurückgezogen und uns für den Rest des Tages nur noch sehr selten bewegt... Man wird wirklich ein bisschen faul hier... ;-) 
Am Abend haben wir dann eine Fotosession mit dem Riesengecko in unserem teilweise offenen Bad veranstaltet. Nina hatte ihn ja schon in der Nacht kurz bewundern können, aber bevor Stefan zur Stelle war, war er schon wieder verschwunden. Am Abend aber war er sehr zutraulich und hat sich bereitwillig fotografieren lassen. Hätten wir diese großen Geckos nicht schon auf dem Vogelmarkt bewundern dürfen, hätte sich Nina, völlig schlaftrunken, bestimmt super erschreckt, aber so war das ja alles kein Problem und stattdessen sehr interessant!! :-) 
Am dritten Tag haben wir zwei Tauchgänge gemacht, die beide super waren! Beim Bounty Tauchgrumd haben wir uns zunächst viele wirklich gut erhaltene Korallen angesehen, um uns dann umzudrehen und plötzlich vor dem Wrack einer riesigen Platform zu schweben. Das war ein Anblick, einfach unbeschreiblich! Erst sind wir unten herum getaucht und haben uns langsam zur oberen Kante vorgearbeitet. Viele Korallen und Fische haben sich schon angesiedelt, überall wimmelt es vor Leben. Dann kam der erste Blick über die Kante: einfach wunderschön, so viele Farben, Korallen und Fische, absolut unbeschreiblich! Ein unvergesslicher Tauchgang, der super viel Lust auf weitere Wracks macht, die geheimnisvoll am Grund des Meeres liegen und von der Natur zurückerobert werden... 
Auf dem zweiten Tauchgang haben wir unheimlich viele Schildkröten gesehen, ein paar davon haben ganz friedlich geschlafen und sich überhaupt nicht stören lassen. Die sind ja soooo schön!!! Und wie elegant sie durchs Wasser schweben! Einfach wunderbar, sie beobachten zu dürfen! :-) 
Es ist echt super schön hier auf den Gilis, allein für den Sternenhimmel, unsere vielen Gecko- Freunde und den leckeren Fisch müsste man noch länger bleiben... Angeblich geht hier ja UNICEF gerade massiv gegen Mücken vor, mit Tabletten in den Wasserbehältern und Sprühaktionen, aber ob das so stimmt, müssen wir noch 'mal genauer recherchieren... Schön wär's ja, wer will schon gerne Malaria oder Dengue-Fieber bekommen? Das würde ja gegen ein Leben auf den Inseln sprechen... Aber was passiert dann mit den Geckos und den anderen Insekten auf ihrer Speisekarte?! 
Am Abend haben wir ein anderes Restaurant ausprobiert, in dem sich Stefan den Fisch, genau wie schon am Vortag, vor der Tür aussuchen durfte. Der wurde dann frisch zubereitet, auf dem Grill, und kurze Zeit später mit leckeren Beilagen serviert. Seeeehr schmackhaft, so ein Snapper oder Baracuda am Strand! Und wieder sehr günstig noch dazu. Stefan hat ja schließlich gut verhandelt, bevor er eingewilligt hat! :-) 
Am letzten Tag auf Air sind wir dann am Morgen einmal komplett um die Insel herum gelaufen. Das dauert ja höchstens 90 Minuten und ist sehr interessant. Ab und zu haben wir uns in den großen Resorts nach Preisen erkundigt, nur zum Spaß und sind echt fast vom Glauben abgefallen. Unfassbar, wie übertrieben teuer hier manche Unterkünfte sind... 
Der Tauchgang am Nachmittag war auch sehr schön und nach einer witzigen Fotosession im Pool hat sich Nina vor dem Abendessen noch schnell für ca. zwei Euro eine Stunde lang in umserem Bungalow massieren lassen, während Stefan auf unserer Terrasse saß und gelesen hat. 
Zum Abendbrot gab es wieder leckeren Fisch, frisch aus dem Meer auf den Grill. :-) was für ein Leben hier... Könnte man sich glatt d'ran gewöhnen... ;-) 
Am nächsten Morgen sind wir nach dem Frühstück zum Hafen gegangen, um unser Shuttle-Boot nach Lombok zu nehmen, aber davon dann mehr im nächsten Eintrag. 

Liebe Grüße von Lombok 
Stefan und Nina









































Sonntag, 21. August 2011

Gili Trawangan – sechs Tage im Paradies



Hallo liebe Leser!
Wir sind im Paradies angekommen... Irre, sooooo schönes Wasser, soooo leckeres und günstiges Essen und eine Hütte im echt indonesischen Stil, einfach traumhaft ist es hier! :-)
Leider hat es aber nicht ganz so traumhaft begonnen, um ehrlich zu sein... Die Unterkunftssuche gestaltete sich nämlich wieder ein wenig schwieriger als gedacht: Nina ist zunächst alleine losgezogen (Stefan hat auf unser Gepäck gewartet), schließlich kommen ja alle Schnellboote aus Bali ungefähr zur gleichen Zeit an und die Anzahl an günstigen Unterkünften auf den Gilis ist wohl begrenzt, was kein Wunder ist, bei diesen Traumstränden hier. Jedenfalls hat Nina schon gleich bei der ersten Unterkunft mit vier weiteren Suchenden vor einer verschlossenen Tür gestanden, vermutlich haben die Besitzer gerade gebetet, jedenfalls wurde über die Lautsprecher wieder gesungen...
Die Dream Diver-Bungalows waren die nächsten in der Reihe am Strand, aber die sind erstens teuer und zweitens waren die auch voll, sonst hätte man ja vielleicht ein Paket mit Tauchen und Wohnen einstielen können, aber das war dann wohl nicht möglich.
An der dritten Unterkunft wurde sie schon auf der Straße abgefangen und ist dem Mann zu seinem Hotel gefolgt, weil ihr ein Raum mit Ventilator für 150.000 RP versprochen wurde, inklusive Frühstück und Internet. Das wäre ja ein Traum gewesen, noch dazu direkt neben den Dream Divers... Und dann stand da eins der drei Mädchen von der ersten Unterkunft und sagt, dass sie gerade den letzten Raum angemietet hat?!?!?! So'n Mist!!! Da war Nina echt ein bisschen sauer... Der Mann war auch sehr irritiert, hatte wohl ein schlechtes Gewissen und ist dann bestimmt noch eine Stunde lang mit ihr durch die kleinen Gassen gelaufen und hat alle Unterkünfte gefragt, aber die waren entweder voll oder wollten gleich 200.000 RP und noch mehr für ihre Räume haben und das sogar ohne Frühstück!
Nina ist dann ziemlich verzweifelt zu Stefan zurückgekehrt und wir haben beschlossen, zusammen zu suchen. Nach ein paar Minuten wurden wir schon angesprochen: auch ein Raum mit Ventilator für 150.000 RP. Aber der war echt so voller Schimmel, dass wir den lieber nicht genommen haben. Stattdessen hat es Stefan geschafft, die beiden Männer auf 180.000 RP für eine schöne Bambushütte auf Stelzen mit offenem Badezimmer, richtiger Toilette, Dusche und sogar kleinem Balkon 'runterzuhandeln. :-) Ergo: Nina wieder glücklich und Tag gerettet... :-)
Bei den Dream Divers, einer deutschen Tauchschule, haben wir dann auch gleich unser Tauchen für die nächsten Tage klargemacht. Der Tag wurde immer besser... :-)
Zum Abend hin haben wir uns in ein gemütliches Restaurant (Ocean 2) gesetzt, in dem wir angeblich nur 40.000 RP (weniger als 3,50 Euro) für zwei Pastas oder Pizzen (Ninas Magen ist wieder voll einsatzbereit!!! Ein Hoch auf Antibiotika!!!) bezahlen sollten. Das wollten wir doch gleich einmal ausprobieren. Die Pizzen waren zwar sehr klein, aber dafür seeeeeeeeehr lecker. Noch dazu durfte man sich die ganze Zeit am Suppen-, Salat- und Früchte-Buffet bedienen, so oft man wollte. Am Ende waren wir so satt, als hätten wir jeder gleich zwei Riesenpizzen verschlungen. :-) Stefan musste sein Bier schon mitnehmen, weil sein Bauch so voll war, dass der Rest des großen Bintangs nicht mehr hineinpassen wollte... ;-) Ach, herrlich, so direkt am Meer, erst Sonnenuntergang und danach direkt der Mond mit all den auf den Wellen schaukelnden Schiffchen und einer Öllampe auf unserem Bambustisch. Was für ein Leben... Danach sind wir relativ früh ins Bett gegangen, um fit für's Tauchen zu sein.
Nachdem wir schön auf unserem Balkon gefrühstückt hatten, haben wir uns also auf den Weg zur Tauchschule gemacht. Dort haben wir unseren guide, Adi, kennen gelernt und unser Equipment bekommen. Und schon ging es ab aufs Boot, das direkt am Strand vor der Tauchschule vor Anker lag. Insgesamt waren wir zu viert in unserer Gruppe bei Adi. Mit uns sind noch Daniel und Kathrin getaucht, die auch aus Deutschland kommen und ihre Flitterwochen hier auf den Inseln verbringen.
Die dive site hieß Manta Point... Mantas haben wir zwar nicht gesehen, aber dafür einen Hai, einen Rochen und viele, viele, viele Schildkröten... :-) Das war soooo schön! Eigentlich hätten wir danach auch abreisen können, so viele „große“ Tiere auf nur einem einzigen Tauchgang hatten wir zuvor noch nirgendwo gesehen und das wird wahrscheinlich auch schwer zu toppen sein...
Völlig euphorisch haben wir also auch am Nachmittagstauchgang teilgenommen, der aber nicht ganz so schön war, weil es eine Strömung gab. Nina gefällt Strömung ja ohnehin nicht so gut, weil sie das Gefühl hat, nicht die volle Kontrolle über ihr Tauchen zu haben, weil man ja einfach immer mitgezogen wird... Stefan gefällt Strömung natürlich nicht, weil er sich so viel mehr anstrengen muss, gute Bilder zu machen, schließlich muss er dafür immer gegen die Strömung ankämpfen, was auf die Dauer ganz schön anstrengend ist. Dafür sind wir wohl einfach noch nicht erfahren genug, um Strömungen einfach nur zu genießen, weil man ja eigentlich weniger Luft braucht, man muss ja nicht selber paddeln... ;-)
Mittags sind wir schön in unserer Bambushütte eingeschlafen und quasi pünktlich aufgewacht, um vor dem Sonnenuntergang noch die Schidkrötenbabys suchen zu gehen. Die Farmer nämlich haben die Schildkröteneier früher ausgebuddelt, um sie angeblich auf Lombok verkaufen zu können. Jetzt aber wurde ein Programm gestartet, in dessen Rahmen die Farmer die Eier an eine Hilfsorganisation weitergeben, die die Eier dann in einem abgezäunten Bereich wieder einbuddelt und aufpasst, dass den Babys beim Schlüpfen nichts passiert. Dann bringen sie sie quasi in ein Aquarium, in dem die Schildkröten die ersten beiden Jahre ihres Lebens verbringen, bevor sie dann, in einer großen Zeremonie, ins Meer entlassen werden. Die Organisation lebt nur von Spenden und sowohl die Becken mit den Schildkröten als auch den abgezäunten Schlupfbereich kann man am Strand besichtigen. Das ist ein Gewusel, in den flachen Becken... Sogar eine Strömung haben sie eingebaut. :-)
Den Sonnenuntergang haben wir am Strand verbracht, Gili Meno hat einfach wunderschön geleuchtet, im Licht der untergehenden Sonne und den Strand hatten wir auch so gut wie für uns, ganz anders als in Kuta auf Bali...
Danach sind wir wieder in unser Lieblingsrestaurant gegangen, diesmal um die Pasta auszuprobieren, die auch unheimlich gut war. So eine umwerfend leckere Sahnesoße haben wir beide noch nie gegessen, ungelogen, das Essen ist wirklich sehr gut. Und wieder waren wir pappsatt, am Ende. ;-)
Der nächste Tag sah recht ähnlich aus, bis auf die Tatsache, dass Nina ihr Buch ausgelesen und Stefan Bilder bearbeitet hat, in der Nachmittagszeit. Alles völlig relaxt, hier. :-)
Vor dem Abendessen haben wir uns dann in diesem Touroffice, das genau neben unserem Bungalowpark lag, erkundigt, wie das mit diesen Booten aussieht, die ständig unterzugehen scheinen... Der Junge war ganz nett, hat uns verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt und mit den Fluggesellschaften telefoniert, nur um festzustellen, dass eigentlich alle Flüge schon ausgebucht sind, bis auf eine Option, die uns dann aber zu knapp vorkam, weil zwischen Ankommen mit dem Boot auf Lombok und dem Flug von Bali nach Bangkok gerade einmal die zwölf Nachtstunden lagen... Lass' das Boot 'mal auch untergehen, oder aber in einem Hafen liegen, weil die Wellen zu hoch sind, oder irgendein anderes Problem haben und wir verpassen alle unsere drei Rückflüge auf einmal! Nee, nee, das war uns echt zu heiß. Ramadan macht es wirklich ein bisschen schwieriger, zu reisen... Noch dazu haben wir natürlich auch gerade Hochsaison... Wir hätten natürlich auch eine 30 Stunden Bus- und Fährenfahrt auf uns nehmen können. Also 60 indonesische Stunden (also rechnet 'mal ungefähr 'n Drittel drauf... ;-)) für hin und zurück... Also nee, die haben wir dann doch lieber unter Wasser und am Strand verbracht, müssen wir halt noch einmal wieder kommen, für den Komodo-Nationalpark und Flores...
Na ja, was soll's, bleiben wir halt hier auf den hübschen Inseln, die nächsten zwei Wochen werden wir wohl auch hier gut 'rumkriegen... Mit Tauchen und Tauchen und Tauchen... ;-) Denn obwohl wir eigentlich gar nicht so viel bis gar nichts tun, so kommt es uns bisweilen vor, vergehen die Tage doch recht schnell. Nach dem Tauchen sind wir auch immer müde, wir müssen uns erst wieder daran gewöhnen. Oder wir machen einen Nitrox-Kurs, das ist angereicherter Sauerstoff, damit ist man dann nicht mehr so müde. 'Mal sehen... Ninas erste Reaktion zum Auf-Den-Inseln-Bleiben war ja: „Gut, dann machen wir halt den Rescue Diver“, aber das hat sich dann am nächsten Tag auch erledigt, weil wir erfahren haben, dass wir mit unseren bisherigen sechs Tauchgängen auch noch vier auf Gili Air machen können, sodass wir dann zehn zusammen haben und 15 Prozent auf alle bekommen. Um so besser! :-) Und nicht ganz so teuer wie der Rescue Diver, der uns zwar vielleicht noch ein wenig sicherer macht, uns aber keinerlei andere Vorteile einbringt.
An den letzten beiden Tagen haben wir dann also jeweils nur den Morgentauchgang mitgemacht und viele, viele Schildkröten gesehen. Auf dem letzten Tauchgang haben wir sogar gleich drei Haie aufspüren können, bei einem davon hat sich Nina fast in den Anzug gemacht, weil sie ja immer einen gewissen Abstand gewahrt hat, während Daniel und Stefan mit ihren Kameras immer gleich hingeschwommen sind. Denen wurde es ja erst mulmig, wenn der Hai dann die Richtung gewechselt hat und direkt auf sie zugeschwommen kam... ;-)
Auf einmal, das war bei dem letzten Hai dieses Tauchgangs, war der Hai aber so nah, wie Nina ihn nie erwartet hätte, zumal auch alle irgendwie in einer anderen Richtung gesucht hatten... Aber der hat einfach nur im Sand gelegen und in regelmäßigen Abständen sein Maul auf- und zugemacht... Puh... Uncool, sich so zu erschrecken... Wie auch immer, der hat einfach nur da gelegen und wir haben uns dann davongeschlichen. Nicht ohne uns immer wieder umzudrehen jedoch... ;-) Auch, wenn es ja „nur“ Riffhaie sind, die den Menschen ja nichts tun, wenn sie größer sind als du, dann wird dir schon ein bisschen mulmig...
Insgesamt lässt sich also sagen, dass wir unheimlich viel Spaß hatten, auf Gili Trawangan. Die Unterkunft war super, wann kann man schon 'mal in der Sonne duschen und unter dem Sternenhimmel aufs Klo gehen? ;-) Wenn wir uns sie auch noch ein bisschen günstiger gewünscht hätten... Das Essen war vorzüglich und die Livemusik und der Meerblick einfach unbezahlbar. Das Tauchen war super, zumindest, was die guides, das Equipment und den Service angeht, auch die „großen“ Tiere unter Wasser waren super, nur leider haben die Korallen doch schon sehr gelitten. Es gibt nicht mehr viele Plätze, wo gar keine zerstört sind. Direkt vor den Tauchschulen wurde daher auch ein Projekt gestartet, um wieder mehr Kleinleben an die Inseln zu holen: Überall wurden Metallkuppeln aufgestellt, durch die Strom fließt und die daran befestigten, abgebrochenen Korallenstückchen zum Wachsen anregt. Das funktioniert auch erstaunlich gut, wir haben uns das bei einem Tauchgang angesehen. Es wird auch von den Fischen ganz gut angenommen, was hoffen lässt, dass das Tauchen zwischen den Inseln in ein paar Jahrzehnten wieder so schön wird, wie es noch vor ein paar Jahrzehnten war, vor El Nino und den Dynamit-Fischern...

Nächste Station: Gili Air!

Liebe Grüße von Gili Air,
Stefan und Nina